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Wartungsdienst

Rauch- & Wärmeabzugsanlagen

Die Wartung

Eine reine Sichtkontrolle oder eine Maßnahme ohne die vollständige Öffnung der NRA über die für den Ernstfallvorgesehenen Auslöser stellt keine fachgerechte Wartung dar.  Da der Wartungsmonteur an jedem Rauchabzugsgerät entsprechende Wartungs- und Pflegearbeiten durchführen muss, müssen diese (im Regelfall von außen) entsprechend zugänglich sein. Da die Wartungsarbeiten in der Regel auf dem Dach in größerer Höhe durchgeführt werden, muss der Fachmonteur über entsprechende persönliche Sicherungseinrichtungen verfügen. Die Unfallverhütungsvorschriften sind unbedingt zu beachten.
Einfache Wartungsarbeiten können vom eingeschulten und unterwiesenen Betriebspersonal getätigt werden. Größere Wartungen und Instandsetzungsarbeiten müssen von einer Fachfirma ausgeführt werden, um allfällige Störungen festzustellen und den Soll-Zustand der Anlage wieder herzustellen.
Außerdem können durch die Verringerung der Mengen und eine niedrigere Konzentration der Gase in einer raucharmen Schicht auch Schäden an teuren Maschinen und Lagergütern verringern oder sogar vermeiden.

Die Vorschriften

Für Rauchabzüge in Stiegenhäusern gilt die Technischen Richtlinien vorbeugenden Brandschutz (TRVB) S 111 und für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) gilt die Technischen Richtlinien vorbeugenden Brandschutz (TRVB) S 125, sowie OIB-Richtlinien, ÖNORMEN, die Arbeitsstätten Verordnung, das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz und Hersteller Vorschriften. Die Anlagen sind einer Abschlussüberprüfung zu unterziehen und es bestehen unterschiedliche Wartungsintervalle bzw. Verpflichtung zur Eigenkontrolle.
Der Betreiber einer BRE oder RWA ist verpflichtet, alle notwendigen Schutzvorkehrungen zu treffen, um Gefahren von Personen und Sachen, die sich in einem Gebäude befinden, abzuwenden. Durch die regelmäßige Wartung der Brandrauchentlüftung verringert der Betreiber im Schadensfall sein Haftungsrisiko.

Brandschutztüren und -Tore

Brandschutztüren und -tore  haben die Aufgabe, Brandabschnitte zu bilden und Öffnungen in feuerhemmenden oder feuerbeständigen Wänden gegen den Durchtritt von Feuer zu sichern.

Hohe Anforderungen
Seit Jänner 2004 muss jede Feuerschutztüre und Rauchschutztüre ein ÜA Zeichen führen. Dieses ersetzt die bisherigen Gutachten, da es nur dann vergeben wird, wenn die Türe alle vorgeschriebenen Prüfungen bestanden hat. Nur Türen mit solchem Zeichen dürfen verkauft und eingebaut werden. Es gewährleistet die Eignung als Brandschutztüre und erfüllt alle behördlichen Auflagen.

Die Wichtigsten Anforderungen
  • Türblatt und Zarge (Gesamtelement) müssen gemäß ÜA Zeichen geprüft sein.
  • Der Drücker muss mindestens eine Grifflänge von 100mm haben.
  • Durchgehende Schlüssellöcher müssen abgedeckt sein.
  • Brandschutztüren müssen selbstständig schließen.
  • 2-flg. Türen müssen eine automatische Schließfolgeeinrichtung besitzen. Gläser können verwendet werden, jedoch muss das Glas der Widerstandsklasse der Türe entsprechen.
  • Der Einbau hat so zu erfolgen, dass alle Kräfte auch bei temperaturbedingten Verformungen aufgenommen werden können.
  • Türfeststeller oder Keile sind nicht erlaubt.
  • Automatische Offenhaltevorrichtungen mit Magneten und Rauchmeldern, die im Brandfall schließen, sind erlaubt.

Die Anbringung: Dauerhalt im Türfalz, in Kopfhöhe
Abmessungen/ Material: ca. 18 x 200 mm, Kunststoff oder Stahl, selbstklebend.
Wie sieht eine ÜA-Plakette aus?

Der Einbau einer nicht geprüften Brandschutztüre oder durch einen nicht zertifizierten ÜA-Betrieb ist nicht nur verboten, auch der Versicherungsschutz wird abgelehnt.

Wartung: Brandschutztüren und Tore, sowie Ihre Schliessmechanismen (Türschliesser) sind Jährlich einer Wartung zu unterziehen. Diese Wartung ist zu dokumentieren.

Gerne führen wir die Wartung oder Reparatur bei Ihren Brandschutztüren und Brandschutztore durch. ​

Feststellanlagen

Was sind Feststellanlagen

Feuerschutzabschlüsse sind selbstschließende Türen und selbstschließende andere Abschlüsse (z.B. Klappen, Rollläden, Tore), die dazu bestimmt sind, im eingebauten Zustand den Durchtritt von Feuer und Rauch durch Öffnungen in Wänden oder Decken zu verhindern.
Feststellanlagen sind Geräte oder Gerätkombinationen (z.B.Steuerungszentralen, Haltemagneten, Brandmelder und Unterbrechungstaster), die geeignet sind, die Funktionen von Schließmitteln kontrolliert unwirksam zu machen.

Im vorbeugenden Brandschutz ist das sogenannte Abschottungsprinzip die wirksamste Maßnahme gegen die Ausbreitung eines Brandes. Mit Feuerschutzabschlüssen werden aus betrieblichen Gründen notwendige Öffnungen (Türen, Tore usw.) im Brandfall verschlossen.
Wenn sich Feuer und Rauch in Räumen und Gebäuden unkontrolliert ausbreiten können, bedeutet das eine erhebliche Gefahr für Menschen und Sachwerte. Nicht gesicherte Fluchtwege können zur bedrohlichen Falle werden.
Entsprechend eingebaute Feuerschutztore und Türen sind daher eine wichtige Voraussetzung, um Personen- und Warenverkehr zwischen den Brandabschnitten zu ermöglichen.
Die direkte Umgebung wird mit elektronischen Brandmeldern überwacht. Feuerschutztüren und -tore werden im Ruhebetrieb durch Haftmagnete mit Gegenplatte oder Obentürschließer offen gehalten.
Automatischer Brandmelder oder manuelle Betätigung bewirken das Auslösen und damit das Schließen der Feststellanlage.

Die Vorschriften

Prüfungen von Feststellanlagen für Brandschutz- und Rauchabschlüsse sind nach den Technischen Richtlinien vorbeugenden Brandschutz (TRVB) B 148 jährlich vorgeschrieben.
​Die Feststellanlage muss vom Betreiber ständig betriebsfähig gehalten und mindestens einmal monatlich auf ihre einwandfreie Funktion überprüft werden.
Außerdem ist der Betreiber verpflichtet, mindestens einmal jährlich eine Prüfung auf ordnungsgemäßes und störungsfreies Zusammenwirken aller Geräte sowie eine Wartung vorzunehmen oder vornehmen zu lassen, sofern nicht in Bescheiden oder Herstellerangaben eine kürzere Frist angegeben ist.
Die Prüfung dürfen nur von einem Fachmann oder von einer hierfür ausgebildeten Person (Brandschutzbeauftragter) durchgeführt werden.

Wandhydranten und Steigleitungen

Die Vorschriften

Laut den Technischen Richtlinien Vorbeugenden Brandschutz TRVB F 128 00 ist es vorgeschrieben, Wandhydranten (nasse Steigleitungen) jährlich bzw. vierjährlich von einer befugten Prüfstelle überprüfen zu lassen. Der wesentliche Unterschied dieser beiden Prüfungen besteht darin, dass bei der vierjährlichen Überprüfung die Schläuche einer 10-minütigen Dichtprobe mit 12 bar ausgesetzt werden müssen. Größere Betriebe und Bürogebäude, Verkaufsstätten, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Wohnanlagen, sowie öffentliche Gebäude sind vielfach mit Wandhydrantenlösch- einrichtungen ausgestattet. 
Diese sind mit dem rot-weißen Brandschutzzeichen “Löschschlauch” gekennzeichnet und befinden sich meist in einer Wandnische.
Zu sehen ist ein aufgerollter Schlauch, der an ein Druckventil angeschlossen ist. Im Schrank ist die zu beachtende Bedienungsanleitung an der Innentür angebracht. 

 

Wichtige Infos

Wichtig ist hierbei, dass ein Flachschlauch (Feuerwehrschlauch) erst vollständig von der Schlauchhaspel abgerollt werden muss, bevor Druck auf den Schlauch gegeben wird. Formstabile Schläuche können dagegen auch unter Druck abgerollt werden.
Sobald das Ventil geöffnet ist, wird der Wandhydranten- löschschlauch von einer unter Druck stehenden Steigleitung mit Löschwasser versorgt. Der Löschvorgang lässt sich dann über das Strahlrohr an der Schlauchspitze gezielt steuern.

Anforderungen

Folgende Punkte der TRVB 128 müssen unbedingt beachtet werden:

  • Zugänglichkeit zu den einzelnen Wandhydranten
  • Vollständige Kennzeichnung und Beschriftung
  • Dichtheit aller angeschlossenen Einrichtungen
  • Prüfung der einwandfreien Bedienbarkeit durch probeweises Betätigen
  • Beide Prüfungen sind in einem Prüfprotokoll zu dokumentieren und müssen von dem jeweiligen Prüfer und zusätzlich vom Betreiber unterschrieben werden.

Feuerlöscher

Wissenswertes
​Füllmenge von Feuerlöschern
Einsatzdauer mindestens
​bis 3 kg oder Liter
​6 Sekunden
3 – 6 kg oder Liter
9 Sekunden
6 – 10 kg oder Liter
12 Sekunden
über 10 kg oder Liter
15 Sekunden

Wartungen von tragbaren Feuerlöschern
Wann wurde Ihr Feuerlöscher das letztes Mal überprüft? Vor 2 Jahren, 5 Jahren oder noch Nie?
​Prüfungen von Löschgeräten müssen längstens alle 2 Jahre erfolgen, Behörden können auch kürzere Wartungsintervalle vorschreiben.

Sicherheitsbeleuchtung

Grundanforderungen

Die Anforderungen an Rettungszeichen der Sicherheitsbeleuchtung sind in der ÖNORM EN 1838 geregelt. Rettungszeichen der Sicherheitsbeleuchtung gibt es als beleuchtete oder als hinterleuchtete Ausführung. Mindestens ein Rettungszeichen muss von jedem Standpunkt auf dem Fluchtweg erkennbar sein. 

Masse der Rettungszeichen

Die Maße des Rettungszeichens lassen sich standort-individuell berechnen.
d = Erkennungsweite (= p • s)
p = Höhe des Piktogramms
s = 100 für beleuchtete Rettungszeichen bzw.
s = 200 für hinterleuchtete Rettungszeichen

Sicherheitsbeleuchtung

Welche Piktogramme sind für Rettungszeichenleuchten zulässig?
Die genaue Ausführung der Sicherheitszeichen ist in folgenden Normen und Verordnungen geregelt: ÖNORM Z 1000 Teil 2 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen. In der Tabelle 4 Punkt 6 sind die möglichen Rettungszeichen abgebildet. Kombinationen der angeführten Rettungszeichen sind zulässig.
BGBL. II Nr. 101/1997 Kennzeichnungsverordnung –KennV
Unter Punkt 1.4 sind die zulässigen Rettungszeichen angeführt, auch die „grüne” Farbe für die Piktogramme ist durch diese Verordnung vorgeschrieben.
Die Sicherheitsfarbe Grün muss mindestens 50% der Oberfläche des Zeichens ausmachen. Weitere Anforderungen (Leuchtdichte, Erkennungsweite usw.) an die Sicherheitszeichen bzw. Piktogramme sind auch in der ÖNORM EN1838 – Angewandte Lichttechnik Notbeleuchtung angeführt.  Es ist daher nur die Verwendung von Sicherheitszeichen bzw. Piktogrammen zulässig, die den angeführten Vorschriften entsprechen, alle anderen Formen bzw. Farben dürfen nicht eingesetzt werden.

Überprüfung und Wartung

§ 13 Arbeitsstättenverordnung (AStV)
(6) Die Funktion der Leuchten von Sicherheitsbeleuchtungsanlagen und die Funktion von Orientierungshilfen ist monatlich durch Augenschein zu kontrollieren. Die Kontrolle ist von geeigneten und unterwiesenen Personen durchzuführen. Über die Kontrolle sind Aufzeichnungen zu führen und mindestens sechs Monate in der Arbeitsstätte aufzubewahren.
Bei selbstprüfenden Anlagen kann die Kontrolle der Leuchten entfallen.
Je nachdem, welches System für die Notbeleuchtung installiert ist, sind unterschiedliche Prüfungen und Wartungsarbeiten erforderlich:
Elektrische Anlagen sind regelmäßig gemäß ÖVE/ÖNORM E 8001-6-62 und ÖVE/ÖNORM EN 50110 zu prüfen. 
Die Beleuchtungsstärke ist alle 2 Jahre zu messen.

Vorschriften

Für Fluchtweg-Orientierungsbeleuchtung und Bodennahe Sicherheitsleitsysteme gelten die Technischen Richtlinien für vorbeugenden Brandschutz.
E 102, 
ÖNORM Z 1000, 
ÖVE EN2, 
ÖVE/ÖNORM E 8002, 
ÖVE/ÖNORM 8001-6-63
und weitere Normen.

​Welche rechtlichen Fragen sind vor der Errichtung klären?

  • Fällt die bauliche Anlage in den Geltungsbereich der ÖVE/ÖNORM E 8002?
  • Gibt es in der baulichen Anlage Arbeitsräume oder Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung (§9 Arbeitsstätten-Verordnung)?
  • Handelt es sich um eine Veranstaltungsstätte im Sinnen landesrechtlicher Bestimmungen (z.B.Veranstaltungsgesetz)?
  • Gibt es in Genehmigungsbescheiden Anforderungen für eine Notbeleuchtung?

Wo muss eine Notbeleuchtung installiert werden?

  • Veranstaltungsstätten, Kinos, Theater
  • Verkaufsstätten und Ausstellungsstätten
  • Hochhäuser
  • Gaststätten
  • Fliegende Bauten
  • Geschlossene und offene Großgaragen
  • Schulen
  • Flughäfen, Bahnhöfe
  • Sakralbauten, so fern in einem Genehmigungsverfahren festgelegt
  • Rettungswege in Arbeitsstätten
  • Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung

Kontakt

Brandschutzzentrum Karbon GmbH
Moosgasse 44a
6065 Thaur
Österreich

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fax +43(0)5223 492104-40
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